Landsgemeinde

NEIN zur Stilllegung der S9/des Läufelfingerlis

Am 26. November stimmt das Baselbieter Volk über die Zukunft des Läufelfingerlis ab.

Soll die Bahn ab 2020 wie vom Landrat beschlossen stillgelegt werden? Wir sagen NEIN!

Zum Auftakt des Abstimmungskampfes laden wir die Bevölkerung des Homburgertals
sowie auswärtige Freunde und Freundinnen unserer Bahn ein zur

Landsgemeinde  am  Sonntag, 15. Oktober  in  Rümlingen

Beginn des offiziellen Teils: 12.00 Uhr

Der Festplatz bei der Turnhalle ist ab 11.15 bereit. Es gibt Suppe mit Spatz, Getränke, Kuchen, Luftballons, Musik und kurze Ansprachen von prominenten Personen.

Wir wollen der ganzen Region ein starkes Signal geben, dass wir mit der Stilllegung der S9 nicht einverstanden sind!

Kommen Sie – alle, Jung und Alt – mit der Bahn, mit dem Velo, zu Fuss oder mit dem Auto.

Setzen Sie mit uns ein Zeichen gegen den Abbau in den Randregionen.

Wir kämpfen für den Erhalt unserer Bahn!

Wie geht es weiter? Spendenaufruf!

Mit der Einreichung des Referendums gegen die Stilllegung der S9/Läufelfingerli hat ein neues Kapitel begonnen. Der Regierungsrat hat die Abstimmung auf den 24. November 2017 festgelegt. Eine Arbeitsgruppe des Referendumskomitees ist schon jetzt kräftig an der Arbeit. Wir müssen diese Abstimmung unbedingt gewinnen!

Um diesen Abstimmungskampf erfolgreich führen zu können, brauchen wir vorallem auch finanzielle Unterstützung! Freundlicherweise  stellt uns der Verein HauensteinBahn aus Läufelfingen sein Konto für Spenden zur Verfügung. Einzahlungen sind sehr willkommen auf das Postkonto:
Verein HausteinBahn, 4448 Läufelfingen
IBAN CH16 0900 0000 6059 9038 3

Wir danken allen, die uns auch in Zukunft zur Seite stehen! Bald wird unsere Homepage aktualisiert! Bitte besuche Sie uns regelmässig auf www.proS9.ch!

Referendum ist eingereicht

Heute Dienstag, 23. Mai 2017 wurden die gesammelten Unterschriften zum Referendum gegen die Stilllegung der S9/Läufelfingerli vor dem Regierungsgebäude in Liestal der Landeskanzlei übergeben. In Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern des Referendumskomitees, der betroffenen Gemeinden und der unterstützenden Organisationen sowie der Benutzerinnen und Benutzer der Bahn konnten 5’368 Unterschriften eingereicht werden. Notwendig wären 1’500 Unterschriften gewesen.

Diese grossartige Zahl beweist, dass die Bahnlinie durchs Homburgertal fest in der Bevölkerung verankert ist. Das Referendumskomitee ist überzeugt, dass bei einer Neuverhandlung des 8. Generellen Leistungsauftrags für die S9/Läufelfingerli ab 2020 eine Lösung mit Bahnbetrieb gefunden werden kann.

Im kommenden Abstimmungskampf werden wir versuchen, die Mehrheit der Baselbieter Stimmbevölkerung von unseren Argumenten zu überzeugen. Wir hoffen auch auf Ihre Unterstützung!

Jetzt Unterschriftenbogen zurückschicken!

Die Referendumsfrist gegen die Stilllegung der S9/Läufelfingerli läuft bald aus. Das Referendum ist zustande gekommen und wird bei der Landeskanzlei eingereicht. Deshalb bitten wir, alle vollen oder teilweise ausgefüllten Referendumsbogen umgehend zurückzuschicken. Je grösser die Unterschriftenzahl, desto grösser ist auch das politische Signal!
Die Übergabe des Referendums findet am Dienstag, 23. Mai um 14.30 Uhr vor dem Regierungsgebäude in Liestal statt. Wir danken allen, die uns beim Sammeln unterstützt haben und zählen weiterhin auf ihren Einsatz!

Referendum kommt zustande!

Bis jetzt wurden über 1500 Unterschriften gesammelt! Somit kommt das Referendum sicher zustande. Unser Ziel ist aber, möglichst viele Unterschriften gegen die Stilllegung der S9/Läufelfingerli einzureichen! Deshalb sammeln wir aktiv weiter.

Herzlichen Dank für die grosse Unterstützung!

Referendumsbogen

Liebe Mitglieder des „Komitee für den ÖV in den Randregionen“, geschätzte Sympathisantinnen und Sympathisanten
Wie Sie bereits der Presse entnehmen konnten, hat sich das Co Präsidium entschlossen, das Referendum gegen den Landratsbeschluss zu ergreifen, welcher die Stilllegung der S9/Läufelfingerli vorsieht*. Hier der Referendumsbogen zum ausdrucken.
Bitte leiten Sie diesen auch Ihren Freunden und Bekannten zum Unterschreiben weiter. Sie können den Bogen mehrmals ausdrucken. Für das Referendum brauchen wir bis zum 20. Mai 2017 1500 Unterschriften. Mit Ihrer Unterstützung schaffen wir das!
Bitte beachten Sie folgendes:
  • Auf einem Referendumsbogen können nur Einwohner und Einwohnerinnen derselben Gemeinde unterschreiben!
  • Ausserkantonale Mitglieder können leider nicht unterschreiben! Bitte senden Sie Ihren Bogen Personen zu, welche im Kanton BL wohnhaft sind.
  • Besuchen Sie immer wieder unsere Homepage
Wir danken Ihnen ganz herzlich, dass Sie unser Anliegen unterstützen.
Mit freundlichen Grüssen
Der Präsident des Referendumskomitees

Jürg Degen
e. Landratspräsident Kanton BL

* Der 8. Generelle Leistungsauftrag (GLA) legt das Streckennetz, die Linienführung, die Tarifpolitik und die Grundsätze der Betriebsführung und des Finanzprogramms des öffentlichen Verkehrs im Kanton Baselland für die Jahre 2018 – 2022 fest. Er wird vom Landrat beraten und verabschiedet. Da der 8. GLA über vier Jahre gilt, werden im Landratsbeschluss für jedes Jahr die Kosten aufgelistet (Ziffern 2,7 a -d).

Da die S9 in den Jahren 2018 und 2019 aus vertraglichen Gründen noch fährt, wird die Stilllegung der S9/Läufelfingerli erst 2020 (Ziffer 2,7c) und 2021 (Ziffer 2, 7d) wirksam. Gegen diese beiden Ziffern haben wir nun das Referendum ergriffen. Leider müssen wir gegen den ganzen GLA in diesen beiden Jahren das Referendum ergreifen, da der Landratsbeschluss nicht die einzelnen Linien aufzählt. Das bedeutet, dass bei einem Erfolg des Referendums der ganze GLA für die beiden Jahre (2020 und 2021) nochmals überarbeitet und dem Landrat vorgelegt werden muss. Da aber aus dem Referendumstext klar hervorgeht, dass wir uns nur gegen die Stilllegung der S9/Läufelfingerli wehren, die anderen Teile des GLA nicht in Frage stellen, kann die Regierung den restlichen GLA unverändert übernehmen und zusätzlich für das Homburgertal eine Lösung mit der Bahn präsentieren.

Referendum gegen die Stilllegung der S9

Das Co-Präsidium des Komitees für den ÖV in den Randregionen hat sich in der heutigen Sitzung eingehend mit der Situation nach dem Landratsentscheid vom letzten Donnerstag befasst. Die anwesenden Mitglieder begrüssten den Entscheid des Landrats, das Angebotsdekret im Sinne der Randregionen zu überarbeiten. Ebenfalls positiv werteten sie die Lösungen bei den Buslinien mit der Wiedereinführung der Wochenendkurse. Enttäuscht ist das Komitee vom Entscheid, die Bahnlinie durch das Homburgertal aufzuheben. Damit wird einer ganzen Region der direkte Anschluss ans nationale Bahnnetz via Läufelfingen – Olten stark erschwert.

Das Komitee hat mehrmals auf die wichtige Bedeutung der S9 als Verbindungslinie vom Oberbaselbiet zum Wirtschaftsraum Mittelland hingewiesen und zahlreiche kreative Lösungen zur Erhaltung des Bahnbetriebs ins Spiel gebracht. Da die Bahn dank geltender Verträge ohnehin bis 2019 in Betrieb bleibt, hätte das Komitee erwartet, dass die Zeit für zukunftsweisende Lösungen genutzt würde.

Das Komitee ist nicht bereit, den Entscheid des Landrats zu akzeptieren und wird deshalb gegen die Beschlüsse des Parlaments, welche die S9 betreffen, das Referendum ergreifen.

Das Komitee für den ÖV in den Randregionen findet es richtig, dass die Bevölkerung grundsätzlich entscheiden kann, ob alle Regionen im Kanton möglichst umfassend an den öffentlichen Verkehr angebunden werden sollen.

Für das Läufelfingerli kämpfen

von Linard Candreia, Landrat SP, Laufen

Einmal mehr gerät das Läufelfingerli wegen seiner zu geringen Auslastung unter starken Druck. Die Baselbieter Regierung sieht beim 8. Generellen Leistungsauftrag im Bereich öffentlicher Verkehr vor, die S9 ab 2018 durch Busse zu ersetzen. Soweit darf es doch nicht kommen. Der betroffenen Bevölkerung wird bei diesem Verlust sicher ein Stück Seele weggenommen. Auch aus bahnhistorischer Sicht ist das Vorhaben unserer Exekutive nicht zu verantworten.

Beschäftigt man sich mit der Geschichte der Bahnlinie Sissach-Olten, dem „kleinen Gotthard“, wie sie in früheren Zeiten auch noch genannt wurde, so liegt der Schluss nahe, das ganze Streckenstück eigentlich unter Schutz von nationaler Bedeutung zu stellen. Die unzähligen Geschichten, welche die „geschichtsträchtigste Bahnlinie des Oberbaselbietes“ (e. Nationalrat Hans-Rudolf Nebiker) geschrieben hat und noch schreibt, hat Heinz Spinnler 1998 in einem schönen Buchband unter dem Titel „Eisenbahngeschichten“ präsentiert.

Als ein Highlight der Bahnkunst darf der von Karl Etzel (1812-1865) entworfene Rümlinger Viadukt angesehen werden. Das neoklassizistische Werk, realisiert aus zugehauenen Steinen, steht im Homburgertal schon fast wie eine Kathedrale in der Landschaft und ist 128m lang, nur 8m kürzer als der zum Unesco-Weltkulturgut avancierte Landwasserviadukt bei Filisur GR. Apropos Karl Etzel: Er hatte seiner Zeit als Bahnbauer einen grossen Bekanntheitsgrad in Europa erlangt. Der erste Zentralbahnhof in Stuttgart sowie die Bahnstrecke Paris-Versailles und die Brennerbahn gehen auf den gebürtigen Stuttgarter zurück.

Wenn in diesen Tagen die alte Hauensteinlinie in Frage gestellt wird und man auch unter dem Eindruck der Bilder des neuen Gotthardfilmes steht, so kommt einem vielleicht die harte Arbeit der Bahnbauer im Baselbiet der fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts in den Sinn. 12-Stunden in Tag- und Nachtschichten unter miesesten Bedingungen! Wir gedenken auch der Opfer im 2495m langen Hauensteintunnel zwischen Läufelfingen und Trimbach – 63 an der Zahl. Der schon erwähnte Band „Eisenbahngeschichten“ widmet auch viel Raum den Menschen an der Bahnlinie, an den Stationen und in der Lokomotive und  den Wagons. Sie haben fürs Funktionieren des Bahnbetriebs seit 1858 viel geleistet.

Das Läufelfingerli soll weiter leben. Der Landrat hat es in der Hand, sich solidarisch mit dem Homburgertal zu zeigen. Eine Bahn ist ein wichtiges Identifikationsmerkmal. Machen wir periphere Regionen unattraktiv, so wandern noch mehr Menschen in die Agglomeration ab. Unsere Regierung müsste eigentlich eine Vorwärtsstrategie zugunsten abgelegener Talschaften in die Wege leiten und im Fall des Homburgertals den umweltfreundlichen Bahnverkehr speziell fördern. Sparen um jeden Preis und am falschen Ort kann nie und nimmer die Lösung sein.

Baselbieter Komitee für den ÖV in den Randregionen

Wer gehört zum Baselbieter Komitee für den ÖV in den Randregionen

Das Komitee wurde am 15. Dezember 2016 ins Leben gerufen. Inzwischen gehören ihm Personen aus verschiedensten Parteien, Organisationen und viele Privatpersonen an.

Warum das Baselbieter Komitee für den ÖV in den Randregionen?

Auch die Dörfer in den Randregionen haben ein Anrecht auf gute Anschlüsse an die Zentrumsregionen. Heute trifft es das Oberbaselbiet, insbesondere das Homburgertal und die hinteren Frenkentäler. Morgen kann es jede andere Randregion in Baselland treffen.  

Die Baselbieter Regierung will bereits zum dritten Mal innerhalb von gut 10 Jahren die Bahnlinie Sissach-Olten (Läufelfingerli/S9) auf einen Busbetrieb umstellen. Per Ablauf der Konzession im Dezember 2019 soll die Bahn endgültig stillgelegt werden. Davon wäre nicht nur das Homburgertal, sondern auch der Kanton Solothurn betroffen.

Die Aufhebung der Bahnlinie wäre nicht nur ein schlechtes Zeichen für die wirtschaftliche Entwicklung des oberen Baselbiets, sondern für alle Randregionen im Kanton. Auch Randregionen brauchen Zukunftsperspektiven und müssen als Wohn- und Arbeitsort attraktiv bleiben. Dafür ist eine gute Erschliessung mit öffentlichen Verkehrsmitteln unabdingbar.

Das Baselbieter Komitee für den ÖV in den Randregionen verlangt deshalb von den Behörden beider Kantone, alles daran zu setzten, dass der Bahnanschluss an Olten erhalten bleibt.

Der Zug ist aus vielen Gründen die bessere Wahl:

  • Die S9 ist Teil des regionalen S-Bahnsystems. Eine direkte Verbindung nach Basel, wie dies schon 2009 gefordert worden ist, ist Inhalt der Angebotsvorstellungen 2030 und wird zurzeit vom Bundesamt für Verkehr (BAV) geprüft.
  • Die Stationen der S9 wurden vor kurzem umfassend saniert, unter anderem wurden die Perrons angehoben. Diese Investitionen dürfen nicht vergebens sein, zumal die neu zu erstellenden Buswendeplätze und Haltestellen mit Wetterschutz zusätzlich viel Geld verschlingen würden.
  • Die «Flirt» tauglichen Bahnhöfe ermöglichen dank eines stufenlosen Einstiegs die Beförderung von Rollstuhl-, Fahrrad- und Kinderwagenbenützenden.
  • Der Zug erschliesst für die Bewohnerinnen und Bewohner des Homburgertals effizient die Arbeits-, Freizeit-, Sport- und Einkaufsmöglichkeiten im Raum Olten, vor allem erschliesst er ihnen den Zugang zum Fernverkehr. Für die Pendlerinnen und Pendler, die im Mittelland arbeiten, ist er unverzichtbar.
  • Ein Bus über den unteren Hauenstein braucht mehr als doppelt so lang, er muss auch Wisen (weg von der Hauptstrasse) und Hauenstein bedienen.
  • Der Bahnfahrplan ist dank der Unabhängigkeit vom Strassenverkehr und von den Witterungsbedingungen im Winter viel verlässlicher.
  • Der Zug erschliesst in wenigen Minuten für die Bevölkerung beidseits des Juras die vielfältigen Ausflugs- und Wandermöglichkeiten im Homburgertal.
  • Die SBB muss die alte Hauensteinlinie sowieso im Schuss halten, weil sie jederzeit für Gütertransporte sowie (bei Störungen) als Ausweichlinie für den Fernverkehr zur Verfügung stehen muss. Der Tunnel und die Bahnhöfe sind in gutem Zustand. Verkehrswege, die unterhalten werden müssen, sollen auch genutzt werden.
  • Ländliche Gegenden sind bezüglich Kostendeckungsgrad immer im Nachteil. Es braucht also eine Gesamtschau, die auch die unbestrittenen Vorteile der Bahn berücksichtigt. Der Verband der Baselbieter Gemeinden (VBLG) hegt deshalb starke Zweifel, dass generelle Sparmassnahmen im ÖV angebracht sind.

Gemeinsam für die Bahn

Das Baselbieter Komitee für den ÖV in den Randregionen steht in Kontakt mit dem Solothurner Komitee Pro Läufelfingerli und den Solothurner Kantonsratsmitgliedern, die sich für den Erhalt der Bahn und für die weitere Steigerung der Attraktivität einsetzen.